Die Pflicht zur gesetzlichen Krankenversicherung besteht für alle Arbeitnehmer, deren Einkommen bestimmte Grenzen im Jahr nicht überschreitet. In Deutschland sind an die 90 Prozent aller Menschen gesetzlich versichert.
Die gesetzliche Krankenversicherung arbeitet nach dem Sachleistungsprinzip und die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung richten sich nach dem Einkommen des Versicherten und nach der Krankenkasse, bei der er sich versichert hat. Kinder und nichtberufstätige Ehepartner können über die gesetzliche Krankenversicherung beitragsfrei mitversichert werden. Die Leistungen, die über die gesetzliche Krankenversicherung erbracht werden, sind staatlich geregelt und alles, was darüber hinaus geht, muss der Patient selbst bezahlen.
Seit Jahren steht die gesetzliche Krankenversicherung vor dem Problem, das die Einnahmen über die Mitglieder nicht ausreichen, um die Kosten zu decken. Aus diesem Grund wurde in den vergangenen Jahren eine Reihe von Leistungen abgeschafft. Dazu gehören Zuzahlungen bei der Brille, beim Zahnarzt, für Medikamente muss der Patient sich beteiligen und einmal im Quartal muss eine Praxisgebühr in Höhe von 10,00 Euro gezahlt werden. Die bisherigen Reformen haben aber nicht ausgereicht, das Dilemma zu beseitigen. Der medizinische Fortschritt trägt einerseits dazu bei, dass die Menschen immer älter werden, und verursacht aber andererseits extrem hohe Kosten.
Im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung ist ab 2009 vorgesehen, den sogenannten Gesundheitsfonds einzuführen. Das bedeutet für die Versicherten, dass alle an ihre Krankenkasse den gleichen Beitrag, der höher als 15% sein wird, bezahlen müssen. Die Wahl der Krankenkasse unter Kostenaspekten wird damit hinfällig. Damit soll die Möglichkeit eines besseren Ausgleichs innerhalb der verschiedenen Krankenkassen gewährleistet werden. Krankenkassen mit kostenintensiven Versicherten, wie beispielsweise chronisch Kranke und viele ältere Menschen bekommen dann einen Ausgleich.
Pingback: Die GKV - gesetzlich freiwillig oder pflichtversichert - Versicherungen Informer