Was ist eine Innungskrankenkasse?

Die Innungskrankenkassen, die unter dem Kürzel IKK bekannt sind, gehören zu den Trägern der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland. Bevor die Innungskrankenkassen sich für alle Versicherten geöffnet haben, waren die in der Innungskrankenkasse Versicherten aus der Historie der Krankenkassen heraus meistens Handwerker.

Die Innungen der Handwerker hatten früher die Möglichkeit sich einer Innungskrankenkasse anzuschließen. Das führte dazu, dass die Mitarbeiter eines Unternehmens, das einer solchen Trägerinnung angehörte auch automatisch Mitglieder der entsprechenden Innungskrankenkasse wurden. In vielen Gebieten Deutschlands gab es seinerzeit Innungskrankenkassen, die von verschiedenen Innungen getragen wurden.

Seit 1996 haben die Krankenkassen vom Gesetzgeber her die Möglichkeit sich zu öffnen und jeden Versicherten aufzunehmen, unabhängig davon, welchen Beruf dieser ausübt. Das hat dazu geführt das von den mehr als 100 Innungskrankenkassen, die es davor gab nur noch 15 Innungskrankenkassen bestehen. Viele Innungskrankenkasse haben sich in der Zwischenzeit zu Landeskassen zusammengeschlossen.

Die Innungskrankenkassen haben sich geöffnet und sind nun als gesetzliche Krankenkasse für den Versicherten wählbar. Manche der bestehenden Innungskrankenkassen nehmen nur Mitglieder auf, die in dem entsprechenden Bundesland wohnen oder als Arbeitnehmer beschäftigt sind, andere arbeiten überregional. Drei der bestehenden Innungskrankenkassen existieren als sogenannte Direkt IKK, ohne Geschäftsstellen, diese können, wie heute in vielen Branchen üblich, von den Mitgliedern nur über das Internet oder Telefon erreicht werden, bieten dafür aufgrund ihrer schlanken Strukturen und geringeren Kosten m eistens günstigere Beitragssätze an.

Im Jahr 2007 hatten alle Innungskrankenkassen Deutschlands etwa sechs Millionen Versicherte, damit erreichen die Innungskrankenkassen eine Anteil am Gesamtmarkt von 8 Prozent. Die Innungskrankenkassen konnten allein im Jahr 2007 ein Wachstum an Mitgliedern von 15 Prozent erreichen, was für ihre Attraktivität spricht.

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