Privatversicherung – ein Luxus, der oft lohnt
Wer privat krankenversichert ist, gilt heutzutage als privilegiert. Deutlich wird dies vor allem bei der Terminvergabe und im Wartezimmer beim Arzt und Mediziner seiner Wahl. Termine sind schnell zu bekommen und die Wartezeit hält sich in Grenzen.
Allerdings muss für diese Bevorzugung auch etwas mehr Geld aufgebracht werden. Die Ärzte oder eine Behandlung im Krankenhaus verlangen dem Privatversicherten oft dreimal so viel an Honorar ab, wie für die fast gleiche Dienstleistung bei einem gesetzlich Krankenversicherten. Die Privatpatienten finanzieren die übrigen 90 Prozent der Kassenpatienten somit ein klein wenig mit.
Freiberufler, unter Ausnahme freischaffender Künstler, sowie Selbstständige können sich unabhängig von der Höhe ihres Einkommens, immer privat versichern. Ebenso staatliche Angestellte, Beamte, Richter, Abgeordnete müssen keine Lohnabrechnung vorlegen, um der Privatversicherung beizutreten.
Arbeitnehmer haben es dagegen deutlich schwerer, in die Privatversicherung zu wechseln. Seit der Gesundheitsreform 2007 ist der Wechsel von der Gesetzlichen in die Privatversicherung erschwert worden. Wer bislang fest angestellt war und nunmehr die GKV verlassen möchte, der muss drei volle Kalenderjahre lang ein Gehalt oberhalb der festgeschriebenen Versicherungspflichtgrenze bezogen haben – egal wie viel Fachkompetenz und Soft Skills er besitzt. Die aktuelle Versicherungsgrenze liegt derzeit bei 47.000 Euro.
Die gesetzliche Versicherung bietet derzeit einen einheitlichen Rund-um-Schutz. Die Privatversicherung lässt den Versicherten entscheiden, was er gern möchte, abhängig natürlich von den jeweils vertraglich festgelegten Versicherungsbedingungen. Die Tarife beinhalten alles, was der gesundheitliche Serviceaspekt heutzutage bieten kann (Chefarztbehandlung, Einbettzimmer, Heilpraktiker-Behandlung etc.). Je nach Wunsch und der Größe des Geldbeutels kann der privat Versicherte seine Tarife wählen. Der preisliche Unterschied kann schnell einige hundert Euro pro Monat betragen.
Kostenabhängig sind aber nicht nur die gewählten Tarife, auch das Eintrittsalter und auch das Geschlecht des Versicherten spielen eine große Rolle. So gilt, je jünger Sie sind, desto niedriger sind Ihre Beiträge. Frauen bezahlen generell etwas mehr als die Männer.
Wenn Sie eine Rund-um-Service in Gesundheitsdingen suchen, für die sogenannte bevorzugte Behandlung auch gern etwas mehr Geld aufbringen und zudem die geforderten Versicherungsgrenze erreichen, sind Sie in einer Privatversicherung bestens aufgehoben. Der Hebel ist quasi ähnlich wie der Vergleich zwischen FH-Studium oder MBA Studium – mit einem Master of Business Administration sind Sie deutlich besser dran…
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